Munitionsräumung im Meer

eine internationale Aufgabe

Die Energiepolitik auf nationaler Ebene

Das nationale Energiekonzept vom September 2010 und 2011 basiert auf Langfrist-Szenarien, die verschiedene energiewissenschaftliche Forschungsinstitute gemeinsam entwickelt haben. Damit hat die Energiewende eine wissenschaftlich fundierte Grundlage. Bei einem Projekt, das die Zeitspanne zweier Generationen umfasst, können jedoch nicht alle wirtschaftlichen, technologischen oder sonstigen Entwicklungen exakt vorhergesagt und berücksichtigt werden. Das Energiekonzept ist deswegen als Orientierungsrahmen angelegt, das Zwischenziele festschreibt und wichtige Rahmenbedingungen anpasst. Es bewahrt zugleich auch die notwendige Flexibilität für neue Entwicklungen. Ein regelmäßiges konsequentes Monitoring wird dazu dienen, Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen und zu korrigieren. Der erste jährliche Monitoring-Bericht "Energie der Zukunft" erschien am 19. Dezember 2012. Eine unabhängige vierköpfige Experten-Kommission unterstützt den Monitoring-Prozess und prüft und kommentiert die Berichte der Bundesregierung. 

Zusätzlich zu dem Jahresbericht wird alle drei Jahre ein Fortschrittsbericht veröffentlicht. Er erschien erstmals im Dezember 2014 und beschreibt den Stand der Energiewende. Mit Hilfe dieses umfassenden Monitoring-Verfahrens sollen dann die jeweiligen Schlussfolgerungen für die weiteren Schritte gezogen werden.

Die derzeit festgesetzten Ziele der nationalen Energiepolitik bis 2050 sind:

  • Der Anteil von Strom aus Wind, Sonne etc. am Bruttoendenergieverbrauch soll von rund 11 % im Jahr 2010 auf 60 % im Jahr 2050 steigen.
  • Der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung soll bis 2020 mindestens 35 % und 2050 gut 80 % betragen.
  • Die Treibhausgasemissionen sollen bis 2020 um 40 % und bis 2050 um mindestens 80 % sinken.
  • Bis 2020 soll der Primärenergiever brauch um 20 %, bis 2050 um 50 % gegenüber 2008 zurückgehen.
  • Das erfordert pro Jahr eine Steigerung der Energieproduktivität um durchschnittlich 2,1 % bezogen auf den Endenergieverbrauch.
  • Der Brutto-Stromverbrauch soll bis 2050 um 25 % gegenüber 2008 gemindert werden; bis 2020 soll er bereits um 10 % sinken.
  • Weiterhin soll die Sanierungsrate für Gebäude von derzeit jährlich etwa 1 auf 2 % des gesamten Gebäudebestands bis 2020 verdoppelt werden.
  • Der Wärmebedarf des Gebäudebestands soll bis 2020 um 20 % reduziert werden. Ihr Primärenergiebedarf soll bis 2050 in der Größenordnung um 80 % gemindert werden, mit dem Ziel, bis 2050 einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand zu haben. Neubauten sollen bereits ab 2020 "klimaneutral" sein.
  • Der Endenergieverbrauch im Verkehrssektor soll bis 2020 um 10 % und bis 2050 um rund 40 % gegenüber 2005 zurückgehen.

Weitere Informationen sind abrufbar unter: www.bundesregierung.de/Webs/Breg/DE/Themen/Energiewende/_node.html