Munitionsräumung im Meer

eine internationale Aufgabe

Nationale Forschungsvorhaben zur Offshore-Kampfmittelbeseitigung

Die derzeitige Kampfmittelräumung besteht aus drei Phasen, in denen hochwertiges und technisch anspruchsvolles Equipment verwendet wird: 1. der Sondierung, 2. der Identifizierung und Freilegung sowie 3. der Vor-Ort-Beseitigung durch Sprengung oder der Bergung und dem Abtransport der Fundstücke. Hinzu kommt vorab eine Archivrecherche nach historischen Daten und nach erfolgreicher Räumung eine Dokumentation nach QM-Gesichtspunkten.

Dieses Vorgehen erfordert einsatzbereite Trägerschiffe, geschultes Personal und passende Technik. Zudem sind zivile und staatliche Akteure gleichermaßen in den Gesamtvorgang eingebunden. Damit ist das derzeitige mehrstufige Kampfmittelräumungsverfahren sehr zeit- und kostenintensiv. Des Weiteren ist die umfangreiche Kampfmittelbelastung der Meeresflächen, auch im inerten Zustand, eine latente Gefahr für Mensch und Meeresumwelt, aufgrund der karzinogenen und erbgutverändernden Eigenschaften. Eine Räumung birgt weitere erhebliche Risiken, aufgrund der latenten Explosionsgefahr und der damit einhergehenden Blast- und Splitterwirkung der Kampfmittel.

Aus diesem Grund hat man insbesondere im nationalen Umfeld in den vergangenen fünf Jahren begonnen, die gesamte Wertschöpfungskette der Kampfräumung zu innovieren und verbindliche Standards zu setzen.