Munitionsräumung im Meer

eine internationale Aufgabe

Die Kampfmittelbelastung der Nord- und Ostsee

Neben der steigenden Nutzung der Meeresflächen der Nord- und Ostsee für die Energiewende, ist in den letzten Jahren auch eine zunehmende Nutzung für den kommerziellen Seeverkehr, den Kreuzfahrtourismus sowie den Sportschiffverkehr zu beobachten. Viele dieser stark frequentierten Flächen der Nord- und Ostsee wurden nach dem zweiten Weltkrieg gezielt als Munitionsversenkungsgebiete genutzt und sind deshalb stark mit Kampfmitteln wie folgt belastet:

  1. ca. 900.000 Seeminen aus dem I. und II. Weltkrieg,
  2. ca. 1,3 Mio. t konventionelle und ca. 170.000 t chemische Kampfmittel in der Nordsee,
  3. ca. 300.000 t konventionelle und ca. 50.000 t chemische Kampfmittel in der Ostsee sowie
  4. blindgegangene Kampfmittel aus dem heutigem militärischen Übungs- und Erprobungsbetrieb.

Damit hat sich die nationale Kampfmittelbelastung zum zentralen Thema beim Ausbau der Offshore-Energieindustrie sowie der gesamten Schifffahrt entwickelt.